Unsere Pfarrei - Geschichte Chronik 1946 – 1987
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Erstkommunionfeier Bild oben - im Rohbau 1948 Bild unten - mit Kaplan Nikol 1949 |
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Die St. Nikolaus Kapelle Nicols eigentliches Ziel war der Bau einer steinernen Kapelle. Bald nach dem Einmarsch der Amerikaner forderte er die Gläubigen zum Sammeln von herumliegenden Trümmersteinen bei kriegszerstörten Gebäuden auf. Mit Fahrrädern, Leiterwagen und einem Pferdefuhrwerk wurden sie herbeigeholt. Wochenlang dauerte das Abklopfen von Mörtelresten. Eine Baugenehmigung war vorläufig nicht zu bekommen, also werkelte man einfach unerlaubt drauf los, nachkriegs-typisch! Die Erstkommunionfeier 1948 fand noch im dach- und fensterlosen Rohbau statt. Am 5. Dezember 1948 konnte Prälat Nikolaus Pieger unter Teilnahme einer großen Schar von Gläubigen die feierliche Benediktion des Gotteshauses vornehmen. Banner mit einem gelben „K“ auf schwarzem Grund wollten darauf hinweisen, dass es neben dem Patronat des hleiligen Nikolaus von Myra eine Kolping-Gedächtniskirche sein sollte. Aus einem nahe gelegenen Militärlager entstand die „Heilstättensiedlung“ als Unterkunft für Heimatvertriebene aus dem Sudetenland und Schlesien, darunter viele Katholiken. Bald gab es in der Umgebung um die 1200 Katholiken. Sie fanden in dem eben errichteten Gotteshaus wieder ein „geistiges Zuhause“, einen Treffpunkt an Sonntagen selbst für weiter entfernt Wohnende gleichen Schicksals. Es waren viele Menschen, die an der Entstehung der künftigen Gemeinde mitgeformt haben. Die ehemals kleine Oberfürberger Diaspora-Initiative war zu vorher nicht geahnter Bedeutung aufgestiegen.1949 hielt die Fürberger Tochtergemeinde von St. Heinrich erstmalig eine eigene Fronleichnamsprozession ab, an der sich auch viele Katholiken aus der Südstadt beteiligten. Vorbei an festlich geschmückten Altären führte der Weg durch den Stadtwald. Am 14. Mai 1950 wurde die Nikolausglocke durch Prälat Pieger geweiht. Zum Weihnachtsfest 1971 schenkte der stets um seine Fürberger Gläubigen bemühte Prälat Pieger dem Gotteshaus eine große Nikolausfigur, die gegenüber dem Marienaltar ihren Platz fand. Zum Patronatsfest 1978 wurde auch eine Orgel eingebaut. Mangels eines Gemeindehauses durften viele Jahre hindurch die in der Nachbarschaft entstandenen DJK-Räume bei Gemeindeveranstaltungen mitgenutzt werden.
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| Weihe der Nikolausglocke am 14. Mai 1950 |
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1979 wurde St. Nikolaus zur selbständigen Seelsorgestelle erhoben. Sie trägt den Namen „Katholische Kirchengemeinde St. Nikolaus – Fürth“. Unter der Leitung von Pfarrer Alfred Bayer, dem auch viel an ökumenischen Kontakten zu den evangelischen Nachbargemeinden Dambach und Oberfürberg gelegen war, nahm das kirchliche Leben in St. Nikolaus einen beachtlichen Aufschwung. Durch den Wegzug von Pfarrer Bayer war die Gemeinde ab Mai 1984 wiederum ohne eigenen Seelsorger. Mit großem persönlichen Einsatz wurde sie erneut von Pfarrer Herbert Hauptmann und seinen Kaplänen aus St. Heinrich betreut.
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